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Pressestimmen
WAZ 15.03.05

Der kindlichen Fantasie will Amrei Vollmerhaus
mit ihren Puppenspielen Flügel verleihen.
Mit Kopfpuppen die Fantasie beflügeln
Recklinghäuserin Amrei Vollmerhaus spielt
in ihrem kleinen Theater alle Rollen selbst
Recklinghausen. Sie haben riesige Gesichter, in denen sich der
Charakter der Figur deutlich spiegelt. Die gutmütige Bäuerin,
das freche Gespenst, der Wolf mit dem weit aufgerissenen Maul
sind das Personal, mit dem Amrei Vollmerhaus ihr Puppentheater
bestückt.
Die „Berliner Puppen Bühne" hat die Recklinghäuserin
ihr kleines Theater genannt, in dem sie selbst nicht nur alle
Rollen spielt, sondern auch alle Figuren selber baut. Außerdem
ist sie für das Bühnenbild
und alle Requisiten zuständig, zieht vor und hinter den
Kulissen alle Fäden. Mit „Peter und der Wolf" und
dem nach einem Kinderbuch selbst verfassten Stück „Lisbeth
und das Gespenst" geht sie jetzt im Kreis Recklinghausen
auf Tour.
Dass sie ein Puppentheater gründen würde, war längst
klar, als Amrei Vollmerhaus im Herbst 2003 mit Tochter Lilith
nach Recklinghausen zog. Denn schon in ihrer früheren Wahlheimat
Berlin hatte sie sich nach dem Studium in den
Fächern Geschichte, Philologie und Politik wenig auf dem
wissenschaftlichen Parkett bewegt und war dafür direkt in
die Künstlerszene eingetaucht. Als Mitbegründerin des
Künstlerhauses Ziegenhals war sie zwar anfangs nur für
die Verwaltungsaufgaben zuständig. Doch den Spaß am
Spiel hatte sich die in Hagen geborene Amrei Vollmerhaus bewahrt. „Ich
spiele gerne vor viel Publikum und besonders vor Kindern, die
sonst keine Chance auf einen Theaterbesuch haben", betont
die 36-Jährige.
Die Idee, mit Kopfpuppen
aus leichtem Styropor zu arbeiten, hat sie aus Berlin mit in
die Emscher-Region gebracht. Ihre Figuren sollen nicht zu aufwändig
sein, und den kleinen Zuschauern viel Raum für die eigene
Fantasie lassen. Beim Nachwuchs kommen die ausdrucksstarken Gesichter
an.
Amrei Vollmerhaus richtet sich an das ganz junge Publikum vom
Kindergartenalter bis in die ersten Grundschuljahre. Sie will
mit ihren Inszenierungen positive Inhalte vermitteln. „Man
vergisst als Erwachsener leicht, was in den Köpfen der Kinder
passiert.
Darum ist es für mich wichtig, Stücke mit didaktischem
Hintergrund zu zeigen, an denen die Kinder vor allem Spaß haben."
Die Freude am Spiel und am Umgang mit den Puppen vermittelt die
Recklinghäuserin Grundschulkindern auch in Workshops. Beim
Puppenbau oder in der Theater AG zeigen die Schüler der
Gudrun-Pausewang-Schule inzwischen besonderen Eifer.
Informationen über die Berliner Puppenbühne gibt es
unter d 02361/499557 oder 1060-97023267.
Von Martina Möller
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Ruhr-Nachrichten vom 22.03.2003
Schermbeck-Raesfeld-Erle
"Peter und der Wolf"- dieses musikalische Märchen
von Sergej Prokofieff sahen am Freitagvormittag die Mädchen
und Jungen der Mavimilian-Kolbe-Schule in Schermbeck. Zu Gast
war das Puppentheater "Fliegende Rennpappe" von Thomas
Wessing. Das Märchen "Peter und der Wolf" hat
schon seit vielen Jahren einen festen Platz im Lehrplan des Musikunterrichtes.
Es erschließt den Kinder die Welt der Musik auf eine Weise,
die sie begreifen können. Möglich machte das Theatervergnügen
für die jungen Schülerinnen und Schüler der Förderverein
der Maximilian-Kolbe-Schule, der in jedem Jahr für kulturelle
Ereignisse den Kindern Geld zur Verfügung stellt.
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Borkumer-Zeitung vom 08.03.2002
"Fliegende Rennpappe" inszenierte "Peter und der
Wolf" Berliner Kindertheater gastierte in Borkumer Grundschule
Von Ellen Ruhnau Borkum.
Kindertheater live, in welcher spezifischen Darstellungsform
auch immer, erfüllt gerade in unserer Zeit als ganz eigenes
Kunstmedium wichtige Aufgaben. Das bestätigten am Dienstagmorgen
einige kleine Gastkinder der Arche-Spielgruppe und viele altersgemischte
Kinder der Borkumer Grundschule durch ihr höchst aufmerksames
Mitgehen und emotionales Verhalten bei einer Aufführung
in der Sporthalle. Die Grundschulleitung hatte Claudia Gößling
vom Berliner Kinder- und Jugendtheater "Fliegende Rennpappe",
das am Rande von Berlin am sogenannten "Speckgürtel" angesiedelt
ist, zu einer Vorstellung des bekannten Stücks "Peter
und der Wolf" engagiert. Rektor Winkler und sein Kollegium
ließen es sich nicht nehmen, der interessanten Theaterstunde
beizuwohnen. PUPPENSPIELERIN. Die studierte (Politik, Deutsch)
Puppenspielerin verstand es mit großem pädagogischem
Geschick und einem ausgeprägt sensiblen Gespür für
ein spannungsvolles Miteinander, die Kinder vom ersten Moment
an in ihren Bann zu ziehen. Der vergleichsweise recht bescheidene
Aufwand in Bezug auf Bühne und Requisiten (dunkle Vorhänge
und von Scheinwerfern ins rechte Licht gebracht: ein Haus, ein
Teich und ein Baum) ließ den ungemein wirkungsvollen, selbst
gestalteten Kopfpuppen aus bunt gemaltem Styropor ganz bewußt
den Vorrang. Durch zunächst recht leise Töne erreichte
die Puppenspielerin es die anfängliche ganz natürliche
Unruhe zu dämpfen und die typische Art zitternder Ungewissheit
des gespannt zuhörenden Publikums in die Bereiche vieler
Möglichkeiten zu lenken. Pure Begeisterung, als sie auch
einige Kinder als Jäger in ihr Spiel einbezog. Das von dem
Berliner Schriftsteller Thomas Wessing einmal anders inszenierte
Stück "Peter und der Wolf", selbstverständlich
nach der lehrreichen Vorstellung der Instrumente durch die zauberhafte
Musik des russischen Komponisten Sergej Prokofieff wirkungsvoll
begleitet, lebte von sich stetig steigernden szenischen Spannungsmomenten.
Ständig in Bewegung, gestisch und rhetorisch sehr ausdrucksstark,
band die Spielerin die Hauptpersonen, Peter und den Großvater,
in den vorgeführten natürlichen Lebensrythmus – zusammen
mit dem lebensfrohen Vogel, der lustigen Ente, der zwielichtigen
Katze, einer Hundemeute und dem gefährlichen Wolf, der alle
Harmonie in der Idylle zunichte machte – in momentane Haltungsmuster
ein, wie sie das wirkliche Leben nun einmal mit sich bringt.
Das asynchrone Verhalten in verzwickten Situationen der Bedrohung
beim Auftauchen des bösen Wolfes löste alle Gefühle
von Angst und Entsetzen aus, die sich in Warnschreien der Kinder
Luft machten. Sie alle standen sichtlich unter explosivem Hochdruck.
Als aber schließlich das Gute siegte, drückte sich
der Gerechtigkeitssinn der aufgeregten, gespannt lauschenden
jungen Zuhörer durch ein wahres Feuerwerk begeisterter Freude
aus. Im Sinne d3es Autor und Regisseurs sowie der Borkumer Lehrerschaft
gebührt der Puppenspielerin, die übrigens ständig
an Schulen unterwegs ist, hohe Anerkennung für eine schwungvolle,
künstlerisch exzellente Darstellung von Verhaltensmustern,
Lebensweisen, Interessen und Anschauungen, die man Kindern kaum
besser und einleuchtender vermitteln kann.
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NRZ vom 12.03.2002 (Abschrift)
Puppenspielerin Amrei Vollmerhaus begeisterte
mit "Peter
und der Wolf" die Jungen und Mädchen der Klaraschule
Viele Kinder hielt es nicht auf ihren Stühlen
DINSLAKEN. Unruhig und nervös rutschen die Kinder auf ihren
Stühlen herum. Gebannt und mit weit aufgerissenen Augen
starren sie nach vorn. Die Anspannung steigt. Etliche Kinder
halten es nicht mehr aus, springen von ihren Stühlen auf
und schreien aus voller Kehle. Hohe und schrille Rufe durchdringen
plötzlich den Raum. "Paß auf, Vögelchen!",
kreischen die sechs- bis zehnjährigen Schüler. Immer
mehr Kinder stimmen ein. Einige rufen "Hilfe!", andere "Peter"!
Plötzlich verstummen die Stimmen. Es wird mucksmäuschenstill.
Eine unheimliche Gestalt schleicht heran: Es ist der böse
Wolf. Die Kinder sind gefangen. Gefangen vom Anblick des Wolfes
und von der Geschichte, die ihnen Amrei Vollmerhaus gerade erzählt.
Die Puppenspielerin gastierte gestern erstmals mit ihrer Puppentheaterinszenierung "Peter
und der Wolf ` vor den Kindern der Klaraschule. Und mit ihr erlebten
die Jungen und Mädchen "Theater hautnah". Da war
nicht nur das Zuschauen gefragt. Im Gegenteil. Amrei Vollmerhaus
forderte die Kinder regelrecht zum Mitspielen auf. Und dies nicht
erst während des Stücks. Nein. Auch an den "Vorbereitungen" beteiligte
sie die Kleinen.
Die Aufregung und das Geschrei sind groß, als Vollmerhaus
die Szene betritt und mit dem Spiel beginnen will. "Wenn
es ihr gelingt, daß die Kinder still sind, dann ist sie
wirklich gut", meinte eine Lehrerin. Vollmerhaus schaffte
es, mit Gesten und einem strahlenden Lächeln die Aufmerksamkeit
der kleinen Zuschauer zu gewinnen. Schnell zog sie die Jungen
und Mädchen in ihren Bann. Doch wen wundert's, Mitspieltheater
macht schließlich Spaß. Bevor Vollmerhaus mit dem
eigentlichen Spiel begann, stellte sie den Kindern erst einmal
die Puppen vor. Da gab es einen bunten Vogel, eine orange Ente,
eine rosarote Katze, einen kleinen pausbäckigen Jungen und
einen grauhaarigen Opa mit roter Nase. "Das sind Kopfpuppen",
sagte Vollmerhaus und erklärte auch gleich, wie sie die
hergestellt hatte. "Die sind aus ganz normalem Styropor
gebastelt", so die 29jährige, und klopfte an den Kopf
einer Puppe. "Erinnert euch daran, wenn es gleich einmal
unheimlich wird. Wer Angst kriegt, der denkt ganz einfach an
Styropor."
Doch Amrei Vollmerhaus ist nicht nur eine "tolle" Puppenspielerin.
Bei ihr lernten die kleinen Leute sogar noch etwas. Gestern erfuhren
sie etwas über verschiedene Musikinstrumente. Jede der Kopfpuppen
wurde nämlich von der Melodie eines bestimmten Instrumentes
begleitet. Rasch machte sie den Kassettenrecorder an und es ertönte
ein Klang. "Das ist eine Flöte", riefen die Kinder, "und
die Flöte spielt das Vögelchen!" ruft ein Junge
begeistert. Immer wieder schnellten die Finger nach oben: "Ich
weiß es!"
Dann begann Vollmerhaus zu spielen, und die Kinder vergaßen,
wer da auf der Bühne stand und für die Akteure sprach.
Als die Puppe "Peter" die Kinder fragte, wo die Ente
sei, rannte ein kleiner Junge schnell nach vorne und schaute
die Puppe an: "Das war der Wolf, der hat die Ente gefressen.
Du musst helfen, Peter!"
Von Amrei Vollmerhaus, der Puppenspielerin, waren gestern nicht
nur die Kinder begeistert.
ANJA KATZK
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